Das Projekt

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie sich das Projekt „Vertikow“ entwickelt hat, wie viele unterschiedliche Ideen und Konzepte es im Verlauf gegeben hat, was es für weitere Ideen und mögliche Richtungen gibt, bist du eingeladen, hier in der „Projektmappe“ zu stöbern.

Außerdem findest du eine Übersicht über aktuelle Termine und den Zugang zu allen multimedialen Randerscheinungen – sobald es welche gibt.

Die Projektmappe

Aktuelle Termine

Hier findest alles, was im Moment gerade wichtig ist: Veröffentlichungstermine, Lesungen, Aktionen …

Lesung am 21. April 2017, 19:00 Uhr

Stadtbibliothek Hagenow, Möllner Str. 61, Hagenow

Wie schön, mal wieder im eigenen Landkreis zu lesen – auch wenn Vertikow ja streng genommen in Eingang StadtbibliothekNordwestmecklenburg liegt …

Die Stadtbibliothek Hagenow hat mich eingeladen und ich bin der Einladung natürlich gern gefolgt und hoffe nun, dass wir gemeinsam einen erfolgreichen und interessanten Abend gestalten. Auf dass viele Hagenower und Hagenowerinnen Vertikow kennenlernen!

22.-23.04.2017: BookOldesloe

KuB, Beer-Yacov-Weg, Bad Oldesloe

BookOldesloe2017Auch die Kreisstadt Stormarns hat jetzt ihre eigene Buchmesse: die BookOldesloe, die erstmals am 22. und 23. April stattfindet.

Am Samstag startet sie mit einem Krimiabend, an dem auch ich – quasi als Ex-Stormarner – einen kleinen Einblick in „Erntedank in Vertikow“ geben darf. Ab 18:00 Uhr geht es los.

Sonntag sind dann viele Lesungen verschiedener Genres zu hören (u.a. Matthias mit einem Ausschnitt aus seiner „Erellgorh“-Reihe) und den ganzen Tag über können an den Ständen Bücher gekauft werden.

Ich bin schon seeeeehr gespannt!

Lesung am 4. Mai 2017, 18:00 Uhr

Künstlercafé Husum, Neustadt 18, Husum

Künstlercafé HusumMatthias hat im letzten Jahr schon einmal im Künstlercafé gelesen und es hat uns dort sehr gefallen. Martin Bühler und seine Frau sind nicht nur sehr engagiert, was Kunst und Literatur angeht, sie bieten auch noch exzellente Speisen und Kuchen an – auf jeden Fall einen Ausflug wert!

Und für Matthias und mich ist das umso besser, weil wir an zwei aufeinander folgenden Tagen dort lesen dürfen!

Vergangene Termine

15.01.2017: Lesung im Heidehof Treffpunkt, Radenbeck

Wie schön es war, das neue Jahr gleich mit einer Lesung einläuten zu können – und dann auch noch in einer so gemütlichen, liebevoll gestalteten Umgebung. Das Café Heidehof Treffpunkt haben zwei liebe Freundinnen im Mai 2016 in einem alten Bauernhaus eröffnet, nachdem sie die Räume aufwendig renoviert hatten. Rustikal, geschmackvoll und einfach schön – kann man sich eine bessere Location für einen Dorf-Krimi vorstellen?

Café Heidehof Treffpunkt

Es war ein wunderbarer Tag – eingeläutet durch ein fantastisches Frühstück, vorbereitet durch eine leckere Blaubeer-Schmand-Torte und begleitet durch soooo viele Besucher!!! Trotz der widrigen Wetterbedingungen war das Haus voll – und die Zuhörer/innen begeistert!

Was will man mehr? Gut, das köstliche Abendessen war dann noch das Tüpfelchen auf dem i …

10.12.2016: Premieren-Lesung in Wittenburg

Buchhandlung "Kiebitz Buch & Leben", Große Str. 38

kiebitzAm 10. Dezember um 17:00 Uhr ging es endlich los:

Ich habe zum ersten Mal aus „Erntedank in Vertikow“ gelesen.
Und habe mich sehr über die Reaktionen des Publikums gefreut. Über 20 Bücher wurden allein an dem Abend verkauft!

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alte_zeitungDa bis jetzt noch nicht viele „echte“ Termine hinter mir liegen, ist der Bereich noch nicht wirklich voll. Andererseits gab es für mich natürlich schon etliche Termine während der Arbeit am ersten Band. Wenn es dich interessiert, was alles getan werden muss, um 300 Seiten Krimi fertigzustellen, findest du eine

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Wie Vertikow entstand

Mindmap zur Planung

Das Projekt „Vertikow“ hat sich keineswegs „mal eben so“ entwickelt. Es hat im Verlauf etliche unterschiedliche Ideen und Konzepte gegeben, zu viel für eine Seite im Projektordner.
Wenn du Interesse an der Entwicklung hast, findest du eine

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Pläne für die Zukunft

Hier werde ich demnächst einige meiner Pläne preisgeben, die mir für künftige Bücher vorschweben.

Das Meiste an Planung wirst du allerdings über den Blog erfahren, wo du meine Ideen dann auch kommentieren und vielleicht sogar ergänzen kannst.

Multimediales

Der Trailer zu Band 1

Die Musik zu Band 1

Hier kannst du dir das Stück „Disagreements“ anhören, das ich zur Untermalung des Trailers verwendet habe. Ich finde es nach wie vor faszinierend und bezaubernd. Darüber hinaus passt der Name des Stücks wunderbar zu Peers Situation.

Es stammt übrigens von der spanischen Komponistin und Musikerin Esther Garcia.

"Anhang A": Die Arbeit am 1. Band

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2014

Oktober: Konkrete Arbeiten am Plot

Die heiße Schreibphase im November wurde gründlich vorbereitet.

November: NaNoWriMo

Der National Novel Writing Month diente dazu, etwa zwei Drittel des ersten Entwurfs fertigzustellen. Nach 30 Tagen Schreiben auf Teufel komm raus folgte die vorweihnachtliche Lähmung …
2015

Erster Entwurf fertig

Nachdem ich den ersten Entwurf komplett fertig hatte, folgte eine Ruhephase, in der ich viele andere Projekte auf dem Plan hatte – unter anderem meine ersten beiden Fahrten zur Bundesakademie nach Wolfenbüttel -, aber auch immer wieder einzelne Szenen umarbeitete und neue hinzuschrieb. Figuren und Handlungsabläufe änderten sich, bis schließlich eine zweite Fassung existierte.

Oktober/November: Arbeit am 2. Band

Für den diesjährigen NaNoWriMo nahm ich mir den zweiten Band vor. Auch hier habe ich eine Menge Text produziert, wenngleich davon das Meiste noch stark überarbeitet oder vielleicht sogar rausgeschmissen wird.
2016

2. Überarbeitung

Nach gründlichem Reifen, ersten Rückmeldungen und viel neuem Input habe ich den zweiten Entwurf erneut gründlich gelesen und festgestellt, dass noch eine Menge daran zu tun ist. Das habe ich im Frühjahr und Sommer auch getan – schließlich steht seit der Leipziger Buchmesse im März der Plan, den ersten Band im November herauszubringen.

3. Überarbeitung

Ende Juli kamen von unserer Autorengruppe Berge an Rückmeldungen, Fragen, Hinweisen und Änderungsvorschlägen, für die ich unendlich dankbar bin. Nachdem ich das alles gehört und gelesen (und verdaut) hatte, war mir selbst nicht mehr klar, wie das Werk mit so vielen Löchern überhaupt existieren konnte, ohne auseinanderzufallen. Also verbrachte ich den August mit Planungen für die dritte Überarbeitung, die im September und Oktober stattfand.

Testlesephase

Im Oktober ging das Buch zu meinen drei wundervollen Testleserinnen, die noch einmal auf einzelne Punkte, aber auch größere Zusammenhänge geschaut und mir viele wertvolle Hinweise gegeben haben.

Fast alles davon habe ich umgesetzt – wenn es nicht einen kompletten Umbau oder die Neukonzeption einer Figur bedeutete …

Satz und Schlusslektorat

Der Endspurt für mich: Der Text – bisher auf (eigentlich längst überholten) Normseiten – wurde ins endgültige Buchformat überführt. Das abschließende Lektorat hat nicht nur Fehler und unschöne Stellen im Satz behoben, sondern auch diverse Formulierungen noch einmal geschliffen und poliert. Kein Wunder, dass ich auch daran über eine Woche gesessen habe …

Schlusskorrektur

08.11.: Ich habe das Manuskript wieder aus den Händen gegeben, damit zwei geschulte Augen noch einmal einen letzten Blick darauf werfen können.

In der Zwischenzeit konnte ich mich um die letzten Feinheiten zu Cover, Klappentext, Vermarktung kümmern – und meine Website endolich fertigstellen.

26. November 2016: Veröffentlichung!!!

"Anhang B": Wie Vertikow entstand

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Einflüsse und Prägungen

Die großen Krimi-Klassiker

Zugegeben: Ich bin kein „Krimi-Verrückter“. Es gibt viele andere Genres, die ich gern lese – und vielleicht auch mal schreiben werde …
Wenn ich Krimis lese, dann am liebsten die gemütlichen mit viel freundlicher Atmosphäre („cozy“), die in irgendeinem kleinen (am besten englischen) Dorf spielen. Blut ist gar nicht nötig, viel wichtiger sind mir das Mitraten, ein wenig Humor und ein paar skurrile Gestalten.
Schon in jungen Jahren war ich Fan von Sherlock Holmes, Miss Marple und Hercule Poirot, wenngleich mir diese Ermittler auf Dauer doch ein wenig zu genial wirkten.

Inspector Barnaby

Und so freute ich mich, „Inspector Barnaby“ („Midsomer Murders“) im TV zu entdecken: Fast immer wird der Mörder erst nach dem dritten Toten entlarvt – ein Wunder, dass noch Menschen in der Grafschaft leben!

Tante Dimity

Schließlich zählt die Entdeckung der „Tante Dimity“-Reihe von Nancy Atherton zu den Glücksfällen und ausschlaggebenden Momenten für Vertikow: Eine junge Amerikanerin verschlägt es in ein englisches Dorf in den Cotswold Hills, wo sie haufenweise mysteriöse Fälle aufklären muss. So gut wie niemals stirbt jemand, kaum fließt auch nur Blut! Aber immer freue ich mich auf die Rückkehr nach Finch mit seinen sympathischen, skurrilen und … na ja, eben englischen Einwohnern.
Die ersten Ideen

Das eigene Dorf als Mordschauplatz

Basierend auf den Dimity-Titeln kam mein Mann auf die Idee, wir könnten gemeinsam einen „Cozy“-Krimi schreiben: mit uns beiden als Ermittlern daheim in unserem Dorf. Und unsere Nachbarn könnten auch eine Rolle darin spielen, wenn sie wollten. So weit, so gut – aber wen hätten wir töten sollen?

Rechtliche Probleme?

Insofern nahmen wir Abstand von der Idee – wollten wir doch unsere Nachbarn weder als Mordopfer noch als Mörder sehen. Ein weiteres Problem: Wenn man reale und fiktive Personen mischt, finden Menschen sich selbst in den fiktiven Personen wieder, obwohl sie gar nicht gemeint sind – nicht gut für den Schutz der Persönlichkeit!

Einen Schritt entfernt

Also beschloss ich – Matthias hatte sich inzwischen auf Fantasy verlegt -, auf reale Nachbarn zu verzichten. Und schweren Herzens auch auf unser Dorf. Und noch schwereren Herzens, aber in logischer Konsequenz, auch auf uns beide als Protagonisten.

Der Name Vertikow

Etwa zu dieser Zeit kam mir die Idee für den Namen des Dorfes: In Nordostdeutschland enden viele Ortsnamen auf -ow, bedingt durch die slawische Vergangenheit. Und mein Hang zu Sprachspielereien gebar einige sonderbare Namen. Die Kandidaten Paletow, Nivow, Figarow und Kilimandscharow unterlagen schließlich – Gott sei Dank! – dem Sieger „Vertikow“.

Lokalisation: Dorf Mecklenburg

Der Name war gefunden, blieb die Frage: Wo soll Vertikow liegen? Mein erster Impuls war, den Ort ein gutes Stück von meinem Heimatort entfernt zu platzieren. So kam ich auf Dorf Mecklenburg, jenen Ort, an dem die Stammburg der Obotriten stand, die der ganzen Region (und einem Großteil des heutigen Bundeslandes) den Namen verlieh. Dort oben, zwischen Wismar und dem Schweriner See, kenne ich keinen Menschen. Umso faszinierter war ich aber von der Idee, Vertikow an die Stelle zu setzen, wo für Mecklenburg alles begann.

Die neuen Helden

Name und Platz des Dorfes standen fest – blieb noch die Frage, wer an unserer Stelle die Fälle lösen sollte. Zunächst blieben die Ermittler relativ dicht an uns dran: ein schwules Paar, das in einem kleinen Dorf lebt und sowohl mit seiner Außenseiterrolle als gegen die Verbrechen kämpfen muss.
Bedenken und neue Konzepte

Noch immer zu dicht?

Während ich schon dabei war, den ersten Fall zu entwickeln, kamen Matthias und einige Freunde mit Bedenken: Wie groß wäre die Zielgruppe, die über ein schwules Ermittlerpaar lesen wollte? Soll einer der Protagonisten wirklich Multiple Sklerose haben? Ist es sinnvoll, allzu viele Genre-Konventionen umzustoßen und den Text mit Problemen zu überfrachten? Wohl nicht …

Peer wird geboren

Die Konsequenz war, das Ermittlerduo komplett aufzugeben. Peer wurde zum Einzelkämpfer, der für jeden Fall nach einem (neuen) Sidekick suchen muss. Er bekam eine Ehefrau, die oft eher Hindernis als Unterstützung ist. Und die MS wurde verschärft zur Querschnittslähmung.

Peers Krankheit/Handikap

Ich habe lange überlegt, ob es gut wäre, die MS aufzugeben. Man soll über die Dinge schreiben, mit denen man sich auskennt, ja. Aber ich kann trotz fast zehn Jahren als MS-Betroffener nicht sagen, dass ich mich wirklich damit auskenne. Und natürlich ist das Leben auf dem Dorf für einen Menschen, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, viel schwerer als für jemanden, der noch normal gehen kann. Mein Held hat also von Anfang an viel größere Hindernisse zu überwinden – und so etwas ist immer gut für ein Buch.

Vertikow findet seinen Platz

Die Änderungen auf der Figurenebene hatten eine interessante Folge: Je weiter ich die Hauptfigur von mir entfernte, umso dichter konnte ich den Schauplatz wieder heranholen. Das jetzige Vertikow liegt keine 8 km von meinem Heimatdorf entfernt. Wunderbar, so kann ich immer mal wieder vorbeifahren, Fotos von der Umgebung schießen, die Atmosphäre aufnehmen, durchs Moor wandern … Und es tut gut, zu wissen, dass „mein“ Vertikow ganz in der Nähe ist!
Die endgültige Form

Das Figurenensemble

Nachdem Peer und Sascha relativ feste Konturen aufwiesen, ging es daran, das Dorf zu bevölkern. Dabei war es nicht einfach, die Balance zu halten zwischen einer einigermaßen überschaubaren Zahl von Akteuren und der durchaus realen Situation, dass Peer von den rund 300 Einwohnern mindestens die Hälfte kennt und zu vielen auch regelmäßig Kontakt hat. Inzwischen gibt es unterschiedliche „Kreise“ von Personen: Freunde, Nachbarn, Dorfbewohner und Fremde (vgl. Die Menschen in Vertikow), wobei es nicht ausgeschlossen ist, dass manche Figuren die Kreise im Laufe der Reihe wechseln …

Peers Profession

Ich weiß, es ist gemein, einen Organisten zu erfinden und ihn in den Rollstuhl zu setzen. Den Grund für Letzteres habe ich bereits erläutert; Organist ist Peer, weil ich schon immer die Musik geliebt habe und für ein paar Monate die Gelegenheit hatte, die Kirchenorgel in unserem Nachbardorf auszuprobieren. Zugegeben: Für einen kompletten Gottesdienst hat es nie gereicht, aber die verschiedenen Register und Klangmöglichkeiten kennenzulernen, das Gefühl zu erleben, die ganze Kirche mit Klang zu erfüllen, selbst einmal ein paar Takte vom großen Bach vor mich hinzustümpern – das hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen!